Social Trading mit wikifolio.com

Ein aufregendes und volatiles Jahr neigt sich heute dem Ende. Zeit für einen Rückblick und Ausblick auf das, was uns in 2015 erwarten wird.

2014 stellte eine gewisse Zäsur in der Entwicklung dessen dar, was man Social Trading nennt.

Das verflixte siebente Jahr wurde einem der Pioniere in dem Sektor, currensee, zum Verhängnis, andere dagegen gestalteten eine Finanzierungsrunde nach der anderen positiv und stehen als unangefochtener Primus im Retailsektor weltweit da. Neue Anbieter drängten auf den Markt und haben sich blaue Flecke geholt. Die Konsolidierung läuft und birgt natürlich auch Chancen für die Überlebenden, sich weiter zu profilieren und ihr Publikum langfristig zu binden.

Doch der Reihe nach. Social Trading bietet ein sehr breites Spektrum für interessierte Investoren, Trader, professionelle Dienstleister und natürlich auch Zocker und Glücksritter.

Mit 160.000 Privatanlegern stellt die auf Aktienempfehlungen spezialisierte Community sharewise im deutschen Sprachraum eine Ausnahmeerscheinung dar. Der Community Fonds  H & A sharewise Community Fonds, in dem die besten Anlageideen gebündelt sind konnte seit Auflage jedoch nicht überzeugen. Gestartet am 06.12.2012 mit einem Ausgabepreis von 50 Euro beendete er 2 Jahre geballte „Schwarmintelligenz“ den 30.12.2014 mit einer Notierung von 54,86 Euro oder 9,72 % seit Auflage. Das deutsche Aktienbarometer DAX hingegen zog im Vergleichszeitraum mit 30,1 % regelrecht davon. Auch im aktuellen Jahr konnte der Fonds nicht überzeugen. Während das Pelztier ein kleines Plus von 2,65 % ins Jahresende rettete, steht der sharewise Fonds mit einem Minus von 9,9 % da.

Etwas besser schlug sich hingegen Intelligent Recommendations mit seiner Fondsvariante kollektiver Intelligenz. Auf Jahressicht konnte der knapp 3 Mio dicke Fonds eine Performance von 2,73 % erzielen, aber eben auch keine Outperformance zum DAX. Der Vergleich hinkt sowieso etwas, da beide Fonds auch globale Werte im Portfolio führen.

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Ist der Schwarm also besser als das Individuum? Selbst wenn einige Anbieter dies mit hauseigenen Statistiken glauben machen wollen, der Beweis, dass dies dauerhaft der Fall sein kann steht nach meiner Auffassung noch aus.

Ungeachtet dessen sind beide Investmentfonds unter dem Thema Schwarmintelligenz eine interessante Beimischung in einem Wertpapierdepot.

Als diese haben sich auch in 2014 Zertifikate entwickelt, die unter dem Namen wikifolio Furore machten und machen. Handelsstrategien von privaten Tradern, Vermögensverwaltern oder auch Medien, abgebildet in einem Zertifikat. Die Idee und Umsetzung ist so innovativ und spannend, wie kein anderes Wettbewerbsangebot. Höchste Transparenz, einfachste Ordermöglichkeiten und eine geniale Vermarktung haben dieses Produkt in den letzten beiden Jahren  sehr populär werden lassen.

Mit derzeit 2.026 investierbaren wikifolios, über 300 Mio Euro investierten Kapital und bisher abgewickeltem Handelsvolumen von 4,7 Mrd. Euro setzt wikifolio aus Wien weiterhin Maßstäbe. Das Unternehmen platzt aus allen Nähten und sorgt mit zunehmend weiteren Mitarbeitern für eine ständige Verbesserung des Angebotes. Wenn man sich überlegt, das dieses Projekt die ersten Strategien aus einem überschaubaren Tradingwettbewerb aquiriert hatte und was heute daraus geworden ist … Hut ab. Die Reise ist noch nicht zu Ende.



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Betrachtet man die Handelsergebnisse der Akteure auf wikifolio dann kann man das Motto eines der wikifolios – „Alles möglich“ – sogar wörtlich nehmen.

Von verantwortungsvollem risikoarmen Investment  bis hin zu Harakiri Gamblern ist alles vertreten. Wikifolio ist Dienstleister und liefert das Werkzeug. Damit arbeiten müssen die Trader, Journalisten, Profis, Nebenberufsbörsianer und …Zocker. Die Entscheidung über eine Investition in das jeweilige Strategiezertifikat trifft aber immer noch der Anleger. Der tickt bekanntlich immer etwas anders, als man glaubt…

Sehen wir wikifolios also als das, was sie sind – eine spekulative Beimischung für das Depot. Transparent, kostengünstig und über jeden beliebigen Broker orderbar.

Investmentfonds und Zertifikate sind für den Anleger immer noch der Weg des geringsten Widerstandes, vom Thema Social Trading zu partizipieren.

Etwas mehr Aktivität gilt es jedoch bei den Anbietern rings um CFD’s und Forex zu entwickeln. Das fängt nun einmal bei einem separaten Handelskonto an. Da der Zugang den privaten Anlegern heutzutage mehr als leicht gemacht wird verwundert es nicht, dass gerade die CFD Welt eine geradezu magische Anziehungskraft auf das Publikum ausübt. Kleinste Handelskonten, höchste Skalierbarkeit der Ordergrößen, so dass nun auch jede/r 18 jährige/r sein Taschengeld verzocken kann. Man kann es so negativ, aber eben auch positiv sehen. Das Instrument der CFD’s kann die Masse an das Thema Börse heranführen, da eben auch kleinste Positionen handelbar und eine ausreichende Diversifikation möglich sind, eben je nach Geldbeutel und Risikoappetit.

Waren in den vergangenen Jahren gerade auch die CFD- und Forex Portale nicht unbedingt Ruhmesblätter nachhaltigen Tradingerfolges, so ist seit geraumer Zeit ein Umdenken und Umlenken erfolgt.

Mit ayondo wurde im Februar 2013 der radikalste Schnitt vom Multibroker – Angebot zum Single Broker gemacht und kontinuierlich weiter gegangen. Die Einführung der Traderkarriere sorgte für ein Qualitätsmerkmal, das den Investor bei seiner Anlageentscheidung unterstützen sollte. Dies wurde in 2014 etwas verfeinert und sorgt nun für eine durchaus attraktive, risikoadjustierte Auswahl der Handelsstrategien auf ayondo. Die Spreu trennt sich langsam vom Weizen und inzwischen gibt nicht nur  ein Trader im Top Level den Alleinunterhalter. Weitere Talente und gestandene Profis bieten ihre Handelsstrategien an machen die Plattform für den privaten Investor interessant. Die vor Weihnachten bekannt gegebene Kooperation mit SevenVentures wird im kommenden Jahr für eine noch breitere Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit sorgen.

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Gleichzeitig bemüht sich ayondo um weitere qualitativ gute Trader im Rahmen des Projektes Traderschmiede. Der Trend zu Händlern, die mit einem Echtgelddepot ihre Strategie auf ayondo spiegeln nimmt erfreulich zu und wird auch durch die Anleger honoriert. In diese Richtung sollte es weitergehen. Sicher wird ayondo hier weiterhin entsprechende Anreize schaffen.

Ab 2015 wird ayondo einen weiteren kleinen Wettbewerbsvorteil erhalten. Mehr dazu ein paar Zeilen weiter.

Bleiben wir in Deutschland.

Mit United Signals aus Frankfurt a.M. gibt es einen weiteren Anbieter von Copy Trading Dienstleistungen. Im abgelaufenen Jahr ist es etwas ruhig gewesen, was nicht heißt, dass nichts passiert wäre. United Signals  arbeitete an der Weiterentwicklung der Plattform und offeriert nun neben einem Musterdepot auch eine Portfoliosimulation. Diese ist zwar etwas an die des blauen Wettbewerbers aus Frankfurt a.M. angelehnt, aber – warum nicht von gelungenen Features  lernen und diese für das eigene Angebot anpassen.

Sicher ist die Auswahl der handelbaren Strategien auf United Signals derzeit noch überschaubar, dies soll sich jedoch im kommenden Jahr ändern. Interessante und bekannte Finanzexperten durchlaufen aktuell den Zertifizierungsprozess und werden das Angebot in 2015 bereichern.

United Signals legt weiterhin Wert auf einen qualifizierten Track Record mit eigenem RealMoney Account des Traders. Mit FXCM, SAXO und CitiFX stehen keine Leichtgewichte als Brokerpartner zur Verfügung. United Signals bleibt in 2015 nicht nur einen Blick wert. Man sollte allerdings etwas mehr als 100 Euro ins Auge fassen.

International gibt es neben der Vielzahl regionaler Angebote wohl nur 3 ernsthafte Akteure, die auch für den Investor aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz interessant sind.

ZuluTrade hat im scheidenden Jahr die Abhängigkeit von MetaQuotes MetaTrader notgedrungen gekappt und sich technisch sehr breit aufgestellt. Das einstige unangefochtene Forex Social Trading Portal hat aber auch mit den Irrungen und Wirrungen der Branche zu kämpfen. Nach dem Rückzug einiger großer Broker, wie z.B. Alpari.ru und der damit verbundenen Handelsvolumina öffnete sich ZuluTrade einer weiteren Innovation des Derivateuniversums – Binäre Optionen.

ZuluTrade hat damit zwei Standbeine, von denen das jüngere von beiden voraussichtlich stark wachsen wird. Man kann davon halten was man will, aber binäre Optionen werden wohl eine ähnliche Popularität erreichen wie alles, was nach schnellem Geld riecht. Ob dies geeignet ist, dauerhaft Geld zu verdienen – ich mach da mehr als ein Fragezeichen dahinter und jeder Investor sollte sich sehr gut überlegen, ob er dort „investiert“ oder nicht lieber das Geld für sinnvolle Dinge spendet.

MetaQuotes hat mit der MQL5 Community ein eigenes Reich erschlossen und ist dank der populären Metatrader Handelsplattform weltweit präsent. Mit MQL5 kann sich jeder irgendwie vermarkten, entweder als Signalgeber oder als Dienstleister (Programmierer etc.). Im Gegensatz zum Wettbewerb, der die Qualitätsschrauben in 2014 angezogen hat, wurden sie bei MQL gelockert. Die 30 Tage Frist, die notwendig war, um ein Signal zum Kopieren anzubieten, wurde aufgehoben. Seit einigen Wochen heißt es, jeder darf mal…

Für die ewig Suchenden der automatisierten Handelsprogramme ist die MQL Community ein El Dorado. Programmieraffine Händler haben nicht nur mächtige Werkzeuge, sondern auch schnelle Hilfe an der Hand. Für die Trader, die Signale abonnieren möchten, wurden die Suchroutinen vereinfacht und vor allem auch brokerspezifisch ausgelegt. So gelangt der Anleger schneller zu einer kompatiblen Handelsstrategie. Nichts ist nerviger, als die unterschiedlichen Kürzel der Handelsinstrumente. Hat man denn eine erfolgreiche Strategie gefunden, kann sie eventuell nicht im eigenen Account gespiegelt werden, da beide Broker unterschiedliche Bezeichnungen für ein und dasselbe Instrument führen. MQL5 bleibt weiterhin ein Angebot für Spezialisten.

Vom Spezialisten zum Minimalisten…zumindest was die Anforderungen an Erfahrung und Kenntnis betrifft – eToro.

eToro ist und bleibt Marktführer in Sachen Social Trading mit CFD’s. Höhen und Tiefen prägten auch hier das Geschehen in 2014. Die mehrfache Änderung des Popular Investor Programms (vormals Social Gurus) sorgte bei den betroffenen Tradern für erheblichen Unmut, zielte aber auf mehr Qualität im Trading – erfolgsbezogene Vergütung. Die Richtung stimmt und sollte auch weiterhin gegangen werden. Wermutstropfen waren diverse Instabilitäten der Handelsplattform und das Desaster einiger meistkopierter Trader. Das Experiment Social Index kann man auch als grandios gescheitert ansehen. Mit einer Halbierung seit Auflage im Frühjahr 2013 konnte das Konstrukt der meistkopierten Trader auf eToro nicht überzeugen. Soviel zum Thema Weisheit der Massen.

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Angesichts dieses Ergebnisses wird es Zeit für die Traueranzeigen 2014:

R.I.P.

  • TraderConnect by Alpari
  • IBFXConnect
  • LigaForex
  • Currensee

 

 

Was erwartet uns im neuen Jahr 2015 ?

Marktführer eToro mit neuem Webtrader. Dieser stellt einen echten Meilenstein zur Vorgängerversion dar. Handelsinstrumente werden besser skalierbar, da auch kleinste Bruchteile von CFD’s im eToro Account für den Eigenhandel verfügbar werden. Dies schafft insbesondere für kleine Konten bessere Möglichkeiten, ein vernünftiges Risiko- und Moneymanagement zu führen.

Laut ForexMagnates gibt es ab dem 05. Januar 2015 auch Änderungen des Mindestdeposits bei Kontoeröffnungen. Dieses steigt für deutsche Kunden von 50 $ auf 200 $. Als Begründung wird zu gut deutsch angeführt, weg von der Zockermentalität – hin zur Stärkung des Bewusstseins, die Vorzüge von Copy Trading mit eToro durch eine bessere Diversifizierung zu fördern.

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Ayondo wird in den kommenden Wochen Follow the Follower zur Verfügung stellen und dem Investor auf ayondo damit eine weitere Option bieten, an erfolgreichen Handelsstrategien zu partizipieren.

Wikifolio hat nach der Einführung von Themen-wikifolios kurz vor Weihnachten nun für 2015 das Angebot von Dach – Wikifolios im Fokus. Die internationale Expansion wird in neuem Jahr seine Fortsetzung finden und den europäischen deutschen Sprachraum komplettieren.

United Signals wird mit neuen Strategien auf sich aufmerksam machen.

Stoff genug also für ein interessantes und hoffentlich erfolgreiches Jahr 2015.

Der Blog wird die Entwicklung weiterhin auch mit eigenen Depots und deren Irrungen und Wirrungen begleiten. Dabei werde ich versuchen, an die positive Entwicklung des ayondo Followerdepots anzuknüpfen und Fehler in den anderen Accounts zukünftig zu vermeiden.

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Für 2015 habe ich mir natürlich auch einige Änderungen hier im Blog vorgenommen, die dem Leser etwas Mehrwert bieten. Lasst euch überraschen.

Allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und vielen Dank für eure Treue.

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