Remote Proprietary Trading 

TopStepTrader funded Accounts in 2020

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Warum werden Remote Proptrading Firmen in Deutschland populär?

Seit wenigen Jahren machen einige Firmen aus den USA unter den Tradern Furore. Eigenhandelsfirmen, sogenannte Proprietary Tradinghäuser, bieten ihre Dienste nicht mehr nur lokal und vor Ort an, sondern aquirieren verstärkt Händler aus der ganzen Welt, die per Remoteverbindung für das Unternehmen arbeiten.

Zu den Vorreitern und inzwischen am professionellsten aufgestellt gehört TopStepTrader aus Chicago. Häufig rekrutieren diese Unternehmen ihre Händler aus Tradercommunities und Coachingservices oder diversen Social Media Groups.

Hier in Deutschland ist das Thema Remote Proptrading durch die veränderten Steuerregelungen für Termingeschäfte ab 2021 für einige private Händler interessant geworden. Auf den ersten Blick erscheinen gerade für junge, unterkapitalisierte  und noch unerfahrene Trader die diversen Angebote von TopStepTrader, OneUp oder LMI attraktiv.

Die folgenden Zeilen sollen etwas Klarheit und einen kleinen Überblick verschaffen.

Account ist nicht gleich Buying Power!

Wenn mit 50.000 Dollar oder 100.000 Dollar Accounts bei den Proptrading Anbietern geworben wird, dann bekommen viele gleich feuchte Augen, Das ist natürlich absoluter Bullshit.

Die tatsächliche „Kontogröße“ richtet sich nach den handelbaren Kontrakten und dem zulässigen maximalen Drawdown.

Machen wir ein Beispiel:

In einem 50k Account darf man 6 Kontrakte handeln, z.B. E Minis oder den Öl (CL)- oder Goldfuture (GC). Die Intradaymargin beträgt üblicherweise für den ES 500 $ und für den CL oder GC 1.000 $. macht also in der Spitze beim ES dann 3.000 Dollar. Rechnet man dann noch den max. DD von z.B. 2.500 Dollar dazu, landet man bei 5.500 Dollar.

Das ist effektiv die Handelskontogröße, die zur Verfügung gestellt wird und kein Cent mehr.

Warum kann Remote Prophandel trotzdem attraktiv sein?

Punkt Nr. 1 natürlich Kapitalschutz des eigenen Geldes. Der Händler ist im Rahmen der Qualifizierung nur mit Abogebühr und eventuell Datenfeedkosten belastet. Bleiben wir beim oben genannten Beispiel. Hat der Händler den max. DD von 2.500 Dollar gerissen, hat er effektiv seine Abogebühr von vielleicht 150$ eingezahlt, nicht aber real 2.500 Dollar. Im funded Account kann er je nach Qualifikation größere Positionen skalieren, da sukzessive mehr Buying Power. Das Risk Management sitzt im Nacken und im optimalen Fall gibt es noch eine gute Community. Der Profitshare von zumeist 80/20 ist durchaus fair und insbesondere für junge Händler ist es eine gute Möglichkeit, relativ risikofrei sich aus den Erträgen des Prophandels ein eigenes Handelskonto aufzubauen. 

Was können Remote Propfirmen für Dich leisten?

 Dies kann man eigentlich in wenige Punkte zusammenfassen:

  • Fremdkapital
  • vergünstigte Handelskommissionen, je nach Plattform
  • Know How (bedingt)
  • Weiterbildung, Coaching
  • Community
  • erfolgsbasiertes Einkommen – Profit Split

Was erwarten Remote Propfirmen von Dir?

Jedenfalls i.d.R. nicht den perfekten Eigenhändler. Machen wir uns nichts vor, Du bist einer von Hunderten, wenn nicht gar Tausenden, die in den letzten Jahren durch die Challenges gegangen sind oder gehen werden. Wie überall werden sich auch dort nur diejenigen auf Dauer festsetzen, die mit Disziplin, Geduld und Beständigkeit den Weg gegangen sind. Natürlich sind die Unternehmen an einer langfristigen erfolgreichen Zusammenarbeit interessiert. Es bleibt jedoch nicht aus, dass eine Vielzahl von Bewerbern scheitert und mit den Abokosten und diversen Restarts Lehrgeld bezahlt. Nennen wir es mal Weiterbildungsprämie…

Diese sollte man durchaus einmal ins Verhältnis setzen zu dem am Markt eventuell eingezahlten Lehrgeld. Wer also nach z.B. einem halben Jahr immer noch nicht die Hürden zum Funded Trader nehmen konnte, sollte eher mit sich selbst ins Gericht gehen, als mit dem Anbieter. Das Ziel ist eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Die Firma nebst Kapitalgebern erzielt mit ihrem Pool von Hunderten Händlern eine risikoadjustierte, attraktive Rendite und die Händler können, ohne selbst ins Risiko gehen zu müssen ein gutes Einkommen erzielen.

Sind Remote Propfirmen nur für Daytrader geeignet?

 

Viele von euch kennen TopstepTrader als eine der bekannten Firmen. Die Firma aus Chicago sprach bisher eher die Kurzfristhändler für Futures an. Viel anders waren die Challenges nicht zu bewältigen. Dies hat sich inzwischen geändert, da nunmehr auch Angebote mit CME Micro Futures verfügbar sind, die Swingtrading, auch overnight ermöglichen. Ähnlich flexibel ist man bei dem Forex Prophouse aus London, The5%er oder auch dem Forex- und CFD Prophouse aus Prag, FTMO.

Es gibt inzwischen also einige Optionen für Interessenten, vom Forex – oder CFD Swingtrader bis hin zum Orderbuchscalper im FDAX, ES oder CL. Entsprechend solltet ihr die Anbieter nach handelbaren Instrumenten, Handelszeiten, Risikokennziffern und vor allem den einmaligen und laufenden Kosten unter die Lupe nehmen.

     Welche Future Propfirmen sind derzeit populär?

    Beispiel für einen 50.000 USD Account
    Standort
    USA - Wilmington, Delaware
    Gründung
    2017
    Daily loss limit
    1.250
    Profit target/ Max DD
    3.000/2.500
    effektives Kapital
    5.500
    Datenfeedkosten für funded accounts
    0
    Besonderheiten
    1-step Challenge, 100% der ersten $ 8.000 zu 100%, 6 Kontrakte Buying Power, Im SIM RT Kosten $ 5 auch für E-Micros
    EUREX
    nein
    Preis der Challenge
    $ 150
    Refund der Challenge Gebühr für Funded Trader
    nein
    Kostenurteil
    Beispiel für einen 50.000 USD Account
    Standort
    USA - Chicago, Illinois
    Gründung
    2012
    Daily loss limit
    1.000
    Profit target/ Max DD
    2 x 3.000/2.000
    effektives Kapital
    4.500
    Datenfeedkosten für funded accounts
    $ 105 je Börse
    Besonderheiten
    Im SIM RT Kosten $ 5 auch für E-Micros, Zero commission mit Tradovate im funded account
    EUREX
    nein
    Preis der Challenge
    $ 165
    Refund der Challenge Gebühr für Funded Trader
    nein
    Kostenurteil
    Beispiel für einen 50.000 USD Account
    Standort
    USA - Roundup, Montana
    Gründung
    2017
    Daily loss limit
    nein
    Profit target/ Max DD
    3.000 / 2.500
    effektives Kapital
    6.500
    Datenfeedkosten für funded accounts
    $ 85 p.m. All-in-one-fee, $ 105 EUREX, als Professional $ 105 je Börse
    Besonderheiten
    in SIM Handelsgebühren zu NinjaTrader Konditionen, 100% der ersten $ 8.000 zu 100 %, ab 12. Monat Profit Split 90/10, 8 Kontrakte Buying Power
    EUREX
    ja
    Preis der Challenge
    $ 170
    Refund der Challenge Gebühr für Funded Trader
    nein
    Kostenurteil
    Beispiel für einen 50.000 USD Account
    Standort
    USA - Sheridan, Wyoming
    Gründung
    2016
    Daily loss limit
    1.100
    Profit target/ Max DD
    3.000/2.000
    effektives Kapital
    5.000
    Datenfeedkosten für funded accounts
    $ 105 je Börse
    Besonderheiten
    60/40 tax for US traders, US tax ID erforderlich
    EUREX
    ja
    Preis der Challenge
    $ 170
    Refund der Challenge Gebühr für Funded Trader
    ja, im Gauntlet (anderes Modell)
    Kostenurteil
    Beispiel für einen 50.000 USD Account
    Standort
    Kanada - Richmond Hill, Ontario
    Gründung
    2018
    Daily loss limit
    1.000
    Profit target/ Max DD
    2 x 2.800/2.000
    effektives Kapital
    4.500
    Datenfeedkosten für funded accounts
    $ 15 CME, € 18 EUREX
    Besonderheiten
    EUREX, 100% der ersten $8.000 zu 100 %, Free VolFix
    EUREX
    ja
    Preis der Challenge
    $ 155
    Refund der Challenge Gebühr für Funded Trader
    nein
    Kostenurteil
    Beispiel für einen 50.000 USD Account
    Standort
    Niederlande- Vaals
    Gründung
    2016
    Daily loss limit
    1.000 (250 k Acc.)
    Profit target/ Max DD
    7.500 / 5.000
    effektives Kapital
    4.000
    Datenfeedkosten für funded accounts
    Besonderheiten
    max. 4 Kontrakte CME Futures; Profit Split 60/40; Softwarekosten für Funded Acc. 129 € /p.M.
    EUREX
    nein
    Preis der Challenge
    250 €
    Refund der Challenge Gebühr für Funded Trader
    ein kostenloser Reset
    Kostenurteil

    Weitere Informationen zu den Anbietern findet ihr im Blog unter dem Schlagwort „Prop Trading“.

    Wie werden Remote Proptrader juristisch behandelt?

    Hierzu werde ich hier nicht Stellung nehmen. Bitte informiert euch dazu auf den Seiten der entsprechenden Anbieter und holt im Zweifel Rat beim Anwalt oder Steuerberater eures Vertrauens ein.

    Nur soviel: Bei Leeloo wird im „funded Account“ weiter ein Simulationskonto gehandelt. Das Orderrouting erfolgt über die Propsoftware der Firma. Ihr habt also defacto Null Zugriff auf reale Orders. Das gleiche findet bei FTMO aus Prag statt. Auch hier wird nach der Challenge weiterhin aus dem Demokonto mit LMAX Datenfeed gehandelt. Das Orderrouting läuft über das System von FTMO an deren Broker. Ihr habt auch hier Null Zugriff auf reale Konten. 

    Zum Thema erlaubnispflichtige Tätigkeit stellt die BaFin ausreichend Informationen zur Verfügung. Aktuell unter diesem Link zu finden:
    https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Merkblatt/mb_091208_tatbestand_finanzportfolioverwaltung.html?nn=9450978#Start

    Die entsprechenden Regelungen sollte man also als deutscher Staatsbürger bei Wahl einer Propfirma mit berücksichtigen, um nicht rechtswidrig zu handeln. Unsere Leser aus Österreich und der Schweiz sind davon nicht betroffen, sollten sich aber auch entsprechend kundig machen.

    Fakt ist, die Propfirmen interessiert es eine Bohne, welche Jurisdiktion in den Herkunftsländern der angeschlossenen Remote Trader gilt. Dies ist ausschließlich in Verantwortung der Händler. Also informiert euch, bevor ihr unüberlegte Entscheidungen trefft.

     

    Empfehlungen für Trader

    Wer sich im Handel mit Futures und Aktien verbessern, oder einfach nur seinen Horizont erweitern möchte, dem seien nachfolgende Links empfohlen.

    Youtubekanäle von:

    Plattformen und Tools:

     

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