Die US-Märkte krönten den Independence Day 2019 mit einem patriotischen All Time High in den großen Aktienindices. Einige Händler der Social Trading und Social Investing Portale wikifolio.com, ayondo und eToro konnten dem Bullentrend an den Märkten folgen und für ihre Investoren gute Performance generieren. Werfen wir also mal einen kleinen Blick auf die Halbjahresbilanz.

Wie schlugen sich die hochvolumigen Portfolios der Social Trader?

Geld folgt Geld – aus diesem Grund greife ich einmal nur die dicken Schiffe aus der Vielzahl der tausenden Anlagestrategien heraus.

Generell kann man sagen, dass das Volumen in den großen bekannten wikifolios und den Portfolios der beliebtesten Händler auf eToro leicht rückgängig ist, bzw. auch stagniert. Ein paar wenige Ausnahmen gibt es immer, die sich im letzten halben Jahr in die erste Liga gehandelt haben.

wikifolio.com

Dauerbrenner Leise konnte in den vergangenen Monaten wieder etwas Boden gewinnen und verharrt auf dem Niveau von Ende Januar 2019. Mit gut 20% Zuwachs notiert das Musterportfolio knapp unter den alten Hochs. Allerdings sind von den ehemals mehr als 30 Mio AuM aktuell nur noch gut 13 Mio im Topf

Das Portfolio von Schneeleopard mit seiner Strategie auf deutsche Aktien konnte ebenfalls mit 15 % seit Jahresbeginn wieder Höhenluft schnuppern, wenngleich bis zu den alten Höhen weitere 15 % nötig sind. Letztlich liegt aber Holger Degener weiter solide im Rennen und hat das Vertrauen von 6,5 Mio Anlegerkapital. Hier war sogar ein kleiner Aufwärtstrend sichtbar.

Während die Vorgenannten Dauerbrenner sind, konnten sich zwei wikifolios immer mehr in den Fokus der Anlieger schieben.

Fuchs 2014 vereint aktuell 11,4 Mio AuM und konnte gut 28 % seit Jahresbeginn zulegen. Das Musterportfolio zudem auf Allzeithoch, ebenso wie Thomas Dittmer aka toniploster mit seinem Spezialwerte Depot. 6,2 Mio AuM und eine Rendite von knapp 15 % unterstreichen die vertrauensvolle Arbeit für die Anleger.

Die Investmentstrategen von Aktien und Zertifikaten auf wikifolio.com bewiesen damit einmal mehr ihre Vorzüge im Vergleich zu den tradinggetriebenen Händlern der CFD Portale. Dort ging es etwas volatiler zu. Zwar konnten auch einige populäre Trader dort durchaus neue Höhen im Depot erklimmen, nur war der Weg dorthin meist erheblich steiniger und holpriger.

ayondo

Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte. Daher einmal ein Screenshot der beliebtesten Real Money Trader auf ayondo, inklusive derer, die den maximalen Drawdown von 25 % in der Traderkarriere gerissen haben. Einigen ist es gelungen, ihr Depot wieder ans High zu traden, jedoch zu welchem Preis. Andere, die doch vielversprechend gestartet waren, sehen sich aktuell einem gravierenden Drawdown gegenüber.

Screenshot ayondo Trader Ranking 30.06.2019

Sehr ernüchternd sind jedoch die Followerzahlen auf ayondo. Die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Monaten trägt offenbar nicht dazu bei, die Followerzahlen stabil, geschweige denn steigend zu halten. Auch bei den bisher aktiven Top Tradern macht sich offenbar eine gewisse Stagnation und Lustlosigkeit breit. Den öffentlichen Account noch irgendwie gesichtswahrend halten, aber ohne weiteres großes Engagement mehr. Hier bin ich wirklich auf die weitere Entwicklung gespannt. Man sollte hier aber kein voreiliges Urteil fällen. Vielleicht kommt das Portal ja doch noch mal wie ein Phoenix aus der Asche.

eToro

Bei den Israelis steppt der Bulle, nicht nur im Logo, sondern auch rings um das Social Investment Network. Geld spielt wohl aktuell keine Rolle, denn das Team um Assia ist weiterhin bemüht, das Angebot für die breite Masse flexibler und noch akzeptabler zu gestalten. Den Händlern auf eToro spielte auch wieder der letzte Hype um die Kryptos in die Karten. Neben den Dauerinvestoren von Aktien konnten die Kryptocracks wieder abräumen. Allerdings auch nicht mehr in dem Umfang, wie noch vor knapp 2 Jahren. Hier sind wohl doch einige gebrannte Kinder nicht mehr mitgegangen, bzw. waren froh, in etwa ihre Einstiegskurse wieder zu sehen.

Blicken wir einmal auf die Depots der hochvolumigen Popular Investors. eToro ermöglich nun auch, die Händler nach AuM zu selektieren.

Händler mit + 5 Mio USD AuM

PI mit mehr als 5 Mio USD AuM

Händler mit 2 bis 5 Mio USD AuM

PI mit mehr als 2 bis 5 Mio USD AuM

Händler mit 1 bis 2 Mio USD AuM

PI mit 1 bis 2 Mio USD AuM

Insgesamt agieren aktuell 26 beliebte Investoren auf eToro mit einem Anlagevolumen von mehr als 1 Mio USD.

Die Ergebnisse seit Jahresbeginn können sich auch fast durchgehend sehen lassen. Nur 3 Portfolios notieren im laufenden Jahr im Minus.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass gerade von den ehemaligen Top PI viele bei der Anzahl der Kopierer erheblich haben Federn lassen müssen. Trotzdem verbleiben 23 Händler, die mehr als 1.000 Investoren für ihre Strategie gewinnen konnten. Dies ist weiterhin eine beeindruckende Zahl im Vergleich zum Wettbewerb der CFD Portale.

Womit wir mal einen Blick auf den bekanntesten „Newcomer“ werfen.

Naga

Das Team um Benjamin Bilski ist ständig am basteln und entwickeln und kann inzwischen auch auf eine große NAGA Community blicken. Der Bestenliste auf der Social Trading Plattform kann man leider keine vergleichbaren Performancedaten wie bei ayondo oder eToro entnehmen, jedoch ist der Trend in der Akzeptanz der App weiterhin positiv.

Bestenliste NAGA 30.06.2019

Der Krösus unter den NAGA Händlern kann aktuell auf ein AuM von über 30 Mio USD blicken und hat ein Heer von 874 Autokopierern.

NAGA Bestenliste nach AuM 30.06.2019

Blickt man jedoch auf das Ergebnis für die kopierenden Konten, dann ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei ZuluTrade. Bezogen auf die Anzahl der kopierenden Konten ist deren Nettogewinn relativ bescheiden.

Gewinn der Kopierer NAGA Bestenliste 30.06.2019

Fazit der ersten 6 Monate 2019:

Die großen Portfolios der Social Trading Plattformen verstanden es durchaus, für ihre Anleger im 1. Halbjahr dem positiven Trend an den Märkten zu folgen. Gemessen an der Benchmark, der bisherigen Jahresperformance des Deutschen Aktienindex von 19 % und dem Nasdaq100 Index von ca. 23 % schlugen sie sich in der Mehrzahl wacker, wenngleich keine Outperformance in der Breite der Portfolios erzielt werden konnte.

Für die Masse der Portfolios ging es aber wie meist eher um Vermögenserhalt, denn um Vermögenszuwachs.

Mal schauen, wie sich das zweite Halbjahr in den Portfolios niederschlagen wird. Genügend Anlass für Volatilität wird jedenfalls gegeben sein.

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