Social Trading mit wikifolio.com

Manchmal kommt man wie die Jungfrau zum Kinde und kann sich nur wundern…so nun geschehen mit unserem kleinen Blog Account bei eToro, dem großen Social Investment Network.

Nicht das ich mich darüber ärgern würde, im Gegenteil es zeigt, was möglich ist, wenn man die nötige Ruhe, Ausdauer und Gelassenheit an den Tag legt und nichts erzwingen will. Dieser Beitrag richtet sich zuerst an die Vielzahl von Tradern, die auf der einen oder anderen Plattform versuchen, mit ihren Handelsaktivitäten zusätzlich Einkünfte zu generieren.

Dabei sind selbstverständlich nicht die Profis und privaten Händler angesprochen, die mit Trading ihr täglich Brot verdienen sondern eher die Vielzahl von Studenten, Gelegenheits- oder Freizeittrader (die einem tagesausfüllenden Beruf nachgehen), „Hobbybörsianer“ etc.

Derzeit wird wieder ein Video aus dem Frühjahr herumgereicht und trifft logischerweise stets auf offene Augen und Ohren – der eToro Beitrag von ZDF wiso aus dem Frühjahr 2013. Hintergrund ist sicher auch die Werbekampagne von eToro auf sport1. Sowohl zu dem Beitrag des ZDF, als auch zu dem Spot habe ich mich an verschiedener Stelle schon geäußert. Kernaussagen des Videos sind – eToro ist Betrug mit System und zum Börsenhandel braucht es eine Zulassung (so zumindest das unwidersprochene Zitat eines schlauen Experten in dem ZDF-Beitrag).  Abgesehen davon, dass die Zielrichtung des Beitrages tendenziös war und ist, war er auch noch schlampig recherchiert (bereits zum Zeitpunkt der Ausstrahlung wurden die Richtlinien für eToro Werbetreibende – Affiliates, IB etc. radikal renoviert, um eben diese markigen Werbeversprechen und die aggressive Kundengewinnung einiger Affiliates zu unterbinden). Der Hintergrund war ganz simpel, es lief die Zulassung für UK und eToro wollte sich hübsch machen, um es mal galant auszudrücken.

Wer fair und sachlich das Treiben von eToro in den letzten Jahren verfolgt muss auch anerkennen, dass sich sehr viel, insbesondere auch in der Außendarstellung zum Positiven getan hat. Das schließt nicht aus, dass es in den letzten Monaten vermehrt zu  technischen Problemen sowohl des Webtraders, als auch der mobilen Handelsplattform gekommen ist und für erhebliches Unbehagen und Kritik betroffener Trader und Kopierer gesorgt hatte. Kunden haben Geld verloren, weil ihre Gurus in hochvolatilen Handelsphasen entweder nicht in Handelsplattform kamen oder aber Orders nicht aufgeben bzw. ändern konnten. Die ganzen Reklamationen wurden bearbeitet, geprüft und nicht immer zugunsten der Betroffenen entschieden. Man konnte sich ein gutes Bild der Situation in den Diskussionen bei bekannten Social Gurus machen.

Einige haben eToro verlassen und gruppieren sich zumeist in PAMM Accounts beim Wettbewerb. Die große Keule holte aber eToro mit der Novellierung des Guru-Programms raus und traf damit offenbar einige empfindlich. Ich hatte hier im Blog bereits dazu bemerkt, dass ich persönlich die Neuregelung begrüße, da sie leistungsbezogen und im Interesse der Kopierer ist. Schaut man sich die Walls einiger nunmehr Popular Investors an, so knabbert das schon und trifft auch auf durchaus berechtigte Kritik im Einzelfall. Stichwort – OpenBook – Fragen beantworten, Kommunikation mit Followern etc. Den Aufwand, den einige betrieben haben, sehen sie nicht mehr angemessen vergütet. Dafür habe ich durchaus Verständnis. Inbesondere die deutsche Community bei eToro war kritisch mit der Kommunikation bei eToro umgegangen und erlebte etwas, das Betroffene als Zensur empfanden bzw. sich entsprechend äußerten. Da man als Leser die Hintergründe zumeist nicht kennt, oder eben nur aus der Darstellung desjenigen, der sich bei eToro im OpenBook äußert, sollte man dies auch mit Vorsicht genießen.

Damit zum Kern des Artikels. Was ist passiert ?

Nun ja, quasi binnen einer Woche mutierte mein Account zum Anziehungspunkt von Followern und Kopieren. Zur Beruhigung kann ich jedoch ausrichten, dass meiner Beteiligung am Popular Investor Programm meine Aktivität als Affiliate für eToro entgegen steht. Hier gibt es sozusagen eine Interessenkollision. Ich hatte in der Diskussion hier im Blog mehrfach gesagt, Geduld, Ausdauer, Kontinuität zahlen sich aus und ab einem bestimmten Punkt entwickelt es eine Eigendynamik, die das Thema Social Trading auch extrem spannend macht. Handelt es sich dabei um ein weltweites Netzwerk, kann diese Eigendynamik recht schnell einen Drive aufnehmen, wo man sich die Augen reibt.

profilweissensee

Mit den aktuellen Kopiererzahlen des Blogs(24) und den Regularien des Popular Investor Programms (3 Perioden positiv) wären also 100 $ aktuell monatlich drin.

Wie kam es nun dazu. Nun seit Jahresende 2013 habe ich meine Strategie bei eToro radikal geändert. 2 Popular Investors hatten und haben mein Vertrauen und eine Investitionsquote von ca. 10 – 15 % des Accounts. Paar Aktienpositionen und etwas Bitcoin als Zockerposition. Ab und an habe ich selbst einen  Devisentrade abgesetzt, aber eher kurzfristig ausgerichtet auf ein paar Pips. Dies führte zu einer sanft steigenden Kapitalkurve, hämmerte die Depotvola auf ein Minimum herunter und führte in den letzten Tagen dazu, das man sich plötzlich in den Rankings bei eToro attraktiv positioniert wiederfindet. Und kaum wird er erste darauf aufmerksam, macht es stundenweise plopp…und zwar aus Südafrika, Australien, UK, Deutschland, Venezuela, Mauritius etc.

Und da muss ich sagen – das ist einfach cool bei eToro. Ob da nun jeder mit 100 $ oder mehr drin ist, und damit ein „qualifizierter Kopierer“ interessiert erstmal nicht. Entscheidend ist, bist du drin, dann fängt es an zu laufen, vorausgesetzt – Du hälst Dich an das, was Dich dorthin gebracht hat.

Kommen wir damit zu dem wesentlichen Punkt – Verantwortung für Kopierer.
Klar reizt es einen auch, gerade in der jetzigen Phase mal paar Dax oder Dow CFD’s in dem Minikonto (sind ja bloß gut 1.000 $) zu handeln. Nachteil – hohe Vola und Risiko- und Moneymanagement würden nach vernünftigen Kriterien nicht mehr stimmen. Auf ein paar Punkte – okay, aber als Position…eher nicht. Also holt man sich einen anderen in das Depot, der Indizes handelt. Damit sinkt das eigene Risiko und man profitiert trotzdem vom Tanz an der 10.000. Dies ist auch der Grund, warum ich aktuell Christian Fahrner aufgenommen habe. Hauptanliegen bleibt, das Blogdepot konservativ schwankungsarm durch die nächsten Monate zu führen und auf diese Weise Follower zu gewinnen. Da uns nichts eilt und man mit Social Trading sowieso nicht reich wird ( *g*), können wir jedoch anderen Followern weltweit helfen, wie man mit Social Trading Geld verdienen kann. Sie brauchen nur zu kopieren…und nicht gierig sein. Diese Zwitterstrategie kann ich durchaus interessierten Tradern bei eToro empfehlen.

Haltet euch an folgende Regeln: eToro ist CFD-Handel, mit allen Vor- und Nachteilen, was bedeutet

  • meidet volastarke Zeiten wie NFP, FED, EZB, etc.
  • meidet umsatzschwache Zeiten beim Indexhandel (also Nachbörse Europa)
  • meidet hohe Hebel und kalkuliert die Spreads in eure Handelsstrategie ein
  • meidet Volajunkies (Rohstoffe, Edelmetalle), bzw. berücksichtigt die eingeschränkte Handelsfähigkeit – eToro ist nicht NinjaTrader mit Highspeed Datenfeed
  • meidet Scalping – ihr werdet mit eToro da nicht glücklich

Diversifiziert ausreichend und haltet genügend Cash vor. Wer die genannten Punkte beachtet, wird mit eToro keine Probleme haben. Es wird von vielen beklagt, eToro will wohl nicht, dass zu bestimmten Zeiten (NFP etc.) gehandelt wird. Der Einwand ist berechtigt, aber – mal ehrlich, welche CFD-Bude will das ? Die Probleme treten und traten bei anderen auch auf und sind kein Alleinstellungsmerkmal von eToro.

Mit diesen paar Grundregeln kann man, z.B. als Student oder Berufstätiger mit eToro erfolgreich handeln und – Disziplin und Gelassenheit vorausgesetzt, mit dem Popular Investor Programm ein durchaus attraktives Nebeneinkommen generieren. Und um mehr geht es hier wirklich nicht.

Wer also morgen nicht mit dem Bollerwagen durch die Lande tingelt und etwas Zeit findet, kann sich ja mal umschauen, ob eine „Karriere“ als Popular Investor reizvoll ist, die nächste Urlaubskasse aufzufüllen. In diesem Sinne – viel Erfolg.

P.S. Morgen ist Herrentag, ein hervorragender Termin zur Rasur – entweder Bären über 10.000 DAX oder Bullen unter 9920 😉  Erfahrungsgemäß passiert derartiges meist an Feiertagen. Also behaltet den Durchblick trotz erfrischender Getränke

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