,Die Zugriffe auf den Blog hier konzentrierten sich in den letzten Wochen  zunehmend auf das Thema Prop Trading und Lösungsansätze für Trader in 2021. Daher widmen wir uns heute einmal den aktuell bekannten Anbietern und der Frage – was macht für wen Sinn.

Warum sind Propfirmen auch für (un)erfahrene Händler attraktiv?

Jeder von euch kennt die Statistiken der Broker, seien es nun die zwangsläufig publizierten Zahlen der CFD Anbieter oder auch die im Web rechercherierbaren Zahlen großer Broker aus U.K. und USA zu den Options- oder Futurehändlern. Es kommt stets auf das Gleiche raus – die Mehrzahl der privaten Händler verliert Geld. Dies reicht von kleinen 3 und 4stelligen Beträgen der Millionen von Minikonten weltweit bis hin zu hohen 5 und gar 6stelligen Verlusten der etwas besser kapitalisierten „Egotrader“.  Eigentlich eine Katastrophe, wenn man sich mit einigen Coaches unterhält und erfährt, wieviel „Lehrgeld“ deren Klientel bereits eingezahlt hat, bevor sie sich der Hilfe Dritter bedienten.

Warum also den Weg des größten Schmerzes gehen, wenn es doch hilfreiche Lösungen gibt, die die Basis dieses Geschäftes – das eigene Kapital – schonen. Wer also mit dem Handel einen Teil oder große Teile seines Einkommens verdienen möchte, hat seit einigen Jahren mit dem Remote Prophandel eine hervorragende Möglichkeit, die ersten Schritte seiner Passion kapitalschonend zum Beruf zu machen. Die Betonung liegt dabei auf Beruf, was natürlich verbunden ist mit Arbeit, Weiterbildung, Qualifikation, Reproduzierbarkeit, Disziplin und Beständigkeit.

Ein wesentlicher Mangel vieler privater Händler ist nicht unbedingt eine fehlende Strategie (viele Wege führen zum Erfolg), sondern Disziplin und Risikomangement bei der Umsetzung derselben. Der aktiven Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen wird zu oft aus dem Wege gegangen, weil es mit Arbeit verbunden ist (Research und Auswertung vor und nach dem Handel) oder keiner da ist, der dies einfordert, auf die Finger klopft oder eben einmal auch den Stecker zieht.

Hinzu kommt sicher auch der soziale Aspekt, Austausch mit anderen gleichgesinnten Händlern, der im privaten Umfeld in den wenigsten Fällen gegeben sein dürfte.

Hier bietet sich nun ein Blick in die Welt der Proprietary Trading Firmen an. Einige Namen sind den Lesern sicher geläufig, andere wird man sich merken müssen.

Was können Remote Propfirmen für Dich leisten?

 

Dies kann man eigentlich in wenige Punkte zusammenfassen:

  • Fremdkapital
  • vergünstigte Handelskommissionen, je nach Plattform
  • Know How (bedingt)
  • Weiterbildung, Coaching
  • Community
  • erfolgsbasiertes Einkommen – Profit Split

Was erwarten Remote Propfirmen von Dir?

 

Jedenfalls i.d.R. nicht den perfekten Eigenhändler. Machen wir uns nichts vor, Du bist einer von Hunderten, wenn nicht gar Tausenden, die in den letzten Jahren durch die Challenges gegangen sind oder gehen werden. Wie überall werden sich auch dort nur diejenigen auf Dauer festsetzen, die mit Disziplin, Geduld und Beständigkeit den Weg gegangen sind. Natürlich sind die Unternehmen an einer langfristigen erfolgreichen Zusammenarbeit interessiert. Es bleibt jedoch nicht aus, dass eine Vielzahl von Bewerbern scheitert und mit den Abokosten und diversen Restarts Lehrgeld bezahlt. Nennen wir es mal Weiterbildungsprämie…

Diese sollte man durchaus einmal ins Verhältnis setzen zu dem am Markt eventuell eingezahlten Lehrgeld. Wer also nach z.B. einem halben Jahr immer noch nicht die Hürden zum Funded Trader nehmen konnte, sollte eher mit sich selbst ins Gericht gehen, als mit dem Anbieter. Das Ziel ist eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Die Firma nebst Kapitalgebern erzielt mit ihrem Pool von Hunderten Händlern eine risikoadjustierte, attraktive Rendite und die Händler können, ohne selbst ins Risiko gehen zu müssen ein gutes Einkommen erzielen.

Sind Remote Propfirmen nur für Daytrader geeignet?

 

Viele von euch kennen TopstepTrader als eine der bekannten Firmen. Die Firma aus Chicago sprach bisher eher die Kurzfristhändler für Futures an. Viel anders waren die Challenges nicht zu bewältigen. Dies hat sich inzwischen geändert, da nunmehr auch Angebote mit CME Micro Futures verfügbar sind, die Swingtrading, auch overnight ermöglichen. Ähnlich flexibel ist man bei dem Forex Prophouse aus London, The5%er oder auch dem Forex- und CFD Prophouse aus Prag, FTMO.

Es gibt inzwischen also einige Optionen für Interessenten, vom Forex – oder CFD Swingtrader bis hin zum Orderbuchscalper im FDAX, ES oder CL. Entsprechend solltet ihr die Anbieter nach handelbaren Instrumenten, Handelszeiten, Risikokennziffern und vor allem den einmaligen und laufenden Kosten unter die Lupe nehmen.

 

Welche Anbieter sind derzeit populär?

Futures

Forex

CFD

  • FTMO

Aktien

  • Heldental

 

Welcher Anbieter passt zu Dir?

 

Die Frage sollte man sich schon stellen, bevor man eine Verpflichtung eingeht. Grundsätzlich unterscheiden sich die Anbieter nach

  • Dauer der Evaluierung
  • handelbare Produkte
  • Tradingplattformen
  • einmalige und laufende Kosten

Bleiben wir beim Thema Futures und verwandte Produkte (CFD), dann haben TopstepTrader, LMI und FTMO jeweils zweistufige Challenges. Step 1 als „Herausforderung“ und Step 2 als Bestätigung. Es wird jeweils ein SIM Konto gehandelt.

OneUpTrader reduziert die Qualifikation auf eine Stufe. Nimmt man die Anzahl der Tage, an denen gehandelt werden muss, unterscheidet es sich aber nicht mehr wesentlich vom Wettbewerb,

LMI, OneUp und TST unterscheiden sich jedoch erheblich bei der Wahl der Kosten und Handelsinstrumente.

Wer Eurex handeln möchte, ist mit LMI preiswert aufgehoben. TST und OneUp beschränken das Angebot auf die US Futuremärkte.
Willst Du aus Deiner bereits vorhandenen Umgebung handeln, z.B. Sierra, Ninja etc., dann sieht es bei LMI mau aus. Hier ist Volfix die einzige Option zum Handel. Bei TST gibt es die günstigsten Konditionen mit Tradovate, andere Plattformen können aber auch angebunden werden. Am variabelsten ist hier OneUp.  OneUp zeichnet sich ausserdem bei den Datenfeedgebühren für funded Trader aus. Diese übernimmt, im Gegensatz zu LMI oder TST das Prophouse.

Liegt Deine Expertise bei CFD’s, dann ist FTMO für Dich die beste Wahl. Abgesehen von der niedrigen einmaligen Eintrittsgebühr (kann rückerstattet werden) entstehen keine laufenden Kosten für Datenfeed. Hier sind die Futuretrader erheblich belastet, wenn sie mehrere Börsen handeln möchten. Bei TopstepTrader zieht als funded Trader der Professionell Status für den Datenfeed!

Wie wirken sich Kosten bei den Anbietern aus?

 

Hierzu ein Beispiel einer absturzfreien Karriere anhand eines Accounts mit je 50.000 $ bzw. €

 

 

FTMO.com - Funding for successful traders

.Mit Blick auf die Kosten, die handelbaren Instrumente und das jeweilige Gesamtpaket (Plattform, Community, sonstige Hilfen etc.) hat also jeder die Möglichkeit, dass für ihn passende Angebot herauszufiltern.

Nun gibt es im Netz diverse Quellen, Berichte etc. zu TopstepTrader und Co. Meist sind diese tendenziell negativ verfasst und es steht vor allem das Abomodell mit den Resets  im Fokus. Desweiteren finanzieren die Trader einen Großteil des zugelassenen Drawdowns über ihre Gebühr selbst mit, entweder teilweise oder sogar komplett. Hier muss man einfach mal die Augen aufmachen und festhalten: Börse ist kein Ponyhof, auch die Propfirmen nicht. Sie halten ihr Risiko klein und diversifizieren es über die vielen Teilnehmer der Challenges. Natürlich geben auch die ausgewiesenen Konten einen falschen Eindruck wieder.

Wer einen 50.000 $ Account bucht hat de facto eigentlich einen viel kleineren. Je nachdem, wieviel Margin man je handelbaren Kontrakt ansetzt. Bei TST und LMI werden 10.000 $ je ES ausgewiesen. Den kann man aber auch schon mit 500 $ Margin bei diversen Brokern handeln. Sind also max. 6 Kontrakte handelbar, stehen da 3.000 $ Margin. Addiert man den max. Drawdown von z.B. 2.000 $ dazu, ergibt das ein Konto von 5.000 $. Das ist effektiv das, was einem gegeben wird.

Lasst euch also nicht von den reinen Zahlen blenden, sondern prüft das Package im Ganzen.

Wer sich etwas eingehender mit dem Thema beschäftigen möchte und dazu auch die Meinung aus erster Hand hören möchte, dem sei das Video von Markus Varga empfohlen. Markus betreibt ein eigenes Projekt unter ceedtrading.com und hat dazu auch einen sehr guten Vergleich PropTrading erstellt. Markus war selbst Proptrader in NYC und betreibt vom schönen Budapest aus ein Tradingcoach Business.  

Fazit:

Die heutigen Angebote internationaler Remote Propfirmen eröffnen vielen Händlern eine Möglichkeit, kapitalschonend ihrer Passion und Beruf nachzukommen. Das Angebot deckt inzwischen viele Bereiche des Handels ab und ist nicht mehr ausschließlich auf Intradayhändler beschränkt. Aus meiner Sicht ist für den hiesigen CFD Trader das Konzept von FTMO am fairsten gepreist. Voraussetzung für alle Offerten ist jedoch ein eigener profitabler Handelsansatz. Denn auch bei einem Profitsplit von 80/20 ist das Ergebnis bei Null eben Null…

Viel Erfolg beim Handel 

P.S. seit einigen Monaten gibt es mit SocialCopyTrader.com einen neuen Spieler im Copytrading Markt. Dieser hat das Thema Copytrading gleich mit Proptrading verbunden und sein Konzept von The5%er abgekupfert

Für die „Faulenzer“ unter euch nachfolgend noch das Video von Markus Varga von ceedtrading.com zum Thema. Dem kann ich eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. 

 

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