Social Trading mit wikifolio.com

Am heutigen Tag ist trotz Urlaub ein Statement notwendig. Kleines Wort vorab.

Am Freitag hatte ich ein sehr angenehmes und anregendes Treffen mit 3 Herren, die sehr unterschiedliche Erfahrungen und Erwartungen zum Trading hegten. Einer hat nach kleinen Anfangserfolgen für sich entschieden, nicht mehr selbst zu handeln, sondern die Vorzüge von Social Trading, u.a. bei ayondo zu nutzen. Der zweite ist passionierter hauptberuflicher Trader, hatte allerdings bisher mit Social Trading nichts am Hut, einfach aus Unkenntnis. Der dritte im Bunde war ein typischer Kleinanleger, der Aktienerfahrung hat, jedoch auch nicht Zeit und Muße hat, um selbst zu handeln oder seine Erfahrungen zu vertiefen. Alle waren jedoch nach dem Treffen in einem Punkt einig – Social Trading bietet viele Chancen.

Da ich mit dem „Social Follower“ vorab telefoniert hatte und er so offen war, mir die Zusammensetzung seines Depots zu nennen, konnte ich noch eine Warnung los werden – Schraub sofort die Hebel runter !
Dieser Punkt begleitete uns auch in dem Gespräch am Freitag Abend. Es wird in den letzten beiden Tagen viele gegeben haben, die die Hebelwirkung im ayondo Depot unterschätzt haben. Dazu weiter unten etwas mehr.

Gestern war auf Teneriffa erstmal Tourischubsen angesagt, also ab zu den Highlights der Insel, u.a. auch Loro Parque. Dort entdeckte ich – 2 schwarze Schwäne und hielt sie im Bild fest, wohl wissend, dass ich sie wahrscheinlich eher als später mal brauchen würde…

blackswan

Heute nun Strandtag und die Frage, was nehme ich zu lesen mit ?
Arbeitsbuch der Markttechnik war mir zu schwer zum Schleppen, also etwas Leichtes. Im Gepäck hatte ich noch die aktuelle Ausgabe des TRADERS‘ und stopfte mir mal die Beilage in die Strandtasche – passte ja wie die Faust auf’s Auge beim Blick auf das Titelbild der Beilage.

tradersspezial

Zwischen Sonne und Cocktail dann ab und an ein Blick auf`s Mobiltelefon – was treibt unser Dax, bricht die 11k heute nachhaltig oder raffen es die Bullen nochmal. Da ich selber einige Longpositionen seit Freitag hatte, war mein Interesse nicht ganz ungeteilt. Im Zweifel reisst eben der Stopp. Und der hat gerissen… Dafür sind Stopps nun einmal da, zum Kapitalerhalt und zur Risikobegrenzung. Ärgerlich, aber Mark T. hat eben immer Recht.
Gegen Mittag erhielt ich eine Nachricht eines Bloglesers, der als Trader auf ayondo unterwegs ist und dem ich im Blogdepot folge. Da ihm offenbar die Wirkung auch des Blogdepots bewusst ist, informierte er mich darüber, dass er am Vormittag den maximalen Drawdown von 25 % gerissen hat und entschuldigte sich dafür. Im Moment der Nachricht wusste ich nicht, ob das Blogdepot rausgekegelt war oder nicht. Heute Abend nun die Feststellung – nein, denn ich hatte tatsächlich vergessen, einen Kontostopp zu setzen.

Bei einem Intraday Drawdown von knapp 30 % und einer Gewichtung von 1 bei insgesamt 5 Tradern, war das Maximalrisiko also 30 % von 20% (bei 5 Tradern sind also einem Trader 20% zugeteilt), insgesamt also 6 % auf das Gesamtdepot. Ist zwar nicht ohne, aber kein Weltuntergang.

Die Ratte sah heute so aus:

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Zurück zum Hebel. 

Wer nun den Trader nicht als einen von fünf und auch nicht mit Faktor 1 kopiert, für den konnte es schmerzhaft werden. Schon eine Konzentration auf nur 3 Trader und ein Hebel von 2 kann zum Auslösen eines Kontostopps von 20 % führen.

Beispiel:

Followerkonto mit 1.000 Euro

3 Trader = 33 % des Kapitals je Trader oder 333 Euro

Toptrader produziert einen Intraday Drawdown von 30 % = 111 Euro. Wären 11,1 % aufs Gesamtkapital. Allerdings schlägt hier Hebel 2 zu und damit sind es statt 111 Euro Verlust 222 Euro Verlust.
Kontostopp liegt bei 800 Euro oder 20% Verlust – Konto macht Aua und Stopp wird ausgelöst !

Der Intradaychart von CapitalRouter sah so aus:

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Für den ausgestoppten Follower ist dieser Chart wahrlich bitter, aber hey ! Es hätte auch anders kommen können !

Auch Follower müssen wie Trader agieren, zumindest ihre Stopps ziehen lassen. Nach einer ruhigen Minute kann man immer noch entscheiden, wie man weiter agieren möchte. Dem Trader wieder vertrauen, oder aber getrennt lassen. Diese Entscheidung kann auch dem Follower keiner abnehmen. Trading, auch Social Trading heißt Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen. Der Trader mehrfach am Tag, jeweils für jeden Trade und der Follower einmal am Tag oder in der Woche und zwar dann, wenn er über die Zusammensetzung seines Depots und das maximale Risiko entscheidet.

Im Beispiel CapitalRouter nahm sich der Trader nach der auch für ihn katastrofalen Verlustserie eine Auszeit am Mittag, wie man sehr gut der Tradehistorie seines Profils entnehmen kann. Mit Beginn des US-Handels kam das Marktfeeling zurück und er kämpfte sich mit einer beeindruckenden Gewinnserie zurück – und das trotz gerissenen Drawdown und keine Aussicht auf Fortsetzung der Traderkarriere bei ayondo. 

Tage wie diese gibt es, daran ist nichts zu beschönigen. Aber sie sind eben nicht die Regel. Einige Kommentare im Nachbarbeitrag weisen auf die hohe Tradefrequenz hin und sehen u.a. Provisionshascherei. Ich persönlich sehe ich es anders. Das Kind war bereits in den Brunnen gefallen, aber der Trader will Charakter beweisen und das Gesicht wahren. Dies vermisse ich bei einigen anderen Profilen, die in der Versenkung verschwunden sind.

Das Tagesergebnis konnte CapitalRouter noch schonend gestalten, nicht nur für sich, auch für die verbliebenen Follower. Wie es weitergeht – wir werden es sehen. Sicher wird man im Profil von CapitalRouter in Kürze ein Statement zum heutigen Tag finden. Dann sind die Follower dran – eine Entscheidung zu treffen.

Etwas anders sehe ich hingegen ein anderes Tradingprofil – der Trader hat, wie der Name sagt, Spaß. Für ihn oder sie gab es in den letzten Tagen nichts zu lachen, aber vor allem nicht für die Follower. Angesichts der aktuell offenen Positionen bin ich persönlich froh, das mir der Kontostopp in meinem privaten Depot die Entscheidung abgenommen hat. Der Trader handelt hier nicht nur einen Vormittag gegen den Markt, sondern über mehrere Tage, und das ziemlich aggressiv. Was ihn geritten hat, weiß nur er selbst.

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Aus Gesprächen weiss ich, dass auch diesem Trader einige mit einem Hebel von mehr als 1 gefolgt sind. Daher an dieser Stelle nochmals eine dringende Bitte an alle Leser dieses Blogs: Hebelt eure ayondo Top Trader nicht ! Wer es dennoch macht, bitte schön – aber dann bitte nicht jammern.

Keiner weiß, wann Schwanensee für eure Trader gespielt wird…

P.S. eine Sorge kann man den Followern nehmen.
Ab sofort verzichtet ayondo für alle Konten auf die Nachschusspflicht.

Nachfolgende Email erreichte mich heute:

Hallo Michael Tomaschek,

Trading bietet Zugang zu einer Vielzahl an Märkten und damit interessante Investmentchancen. Für den nachhaltigen Erfolg unabdingbar ist ein gutes Money- und Risikomanagement.

Ab sofort verzichtet ayondo für alle Konten auf die Nachschusspflicht.Für den Fall, dass auf Ihrem Konto ein Negativbetrag entstehen sollte, schützt Sie unser neuer Verzicht auf die Nachschusspflicht davor, diesen auszugleichen,

Selbstverständlich bieten wir Ihnen darüber hinaus auch weiterhin kostenlos garantierte Stopps für Ihr CFD-Trading an.

Die oben erwähnte Funktion bietet Ihnen ein Sicherheitsnetz, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können, Ihr CFD-Trading. Hiervon unberührt bleibt Ihre Verplichtung genügend Marge auf Ihrem Konto zu halten. ayondo kann eine zusätzliche Marge nach Bedarf anfordern.
Beste Grüße,
Ihr ayondo Team

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