Social Trading Plattform

Vor einigen Wochen hatte ich das Thema steuerliche Verlustrechnung ab 2021 und Social Trading hier thematisiert.

Am Wochenende nun gab es einen interessanten Artikel von Daniel Kühn auf GodmodeTrader. Darin informierte er über den wohl aktuellen Stand der Dinge zur steuerlichen Verlustrechnung für Termingeschäfte ab 2021.

Auch wenn die darin ausgeführten Details einer Vielzahl von privaten Händlern entgegenkommen werden, ist der Kern der wohl in Aussicht gestellten Auslegung eine absolute Oberposse, bei dem sich wieder einmal bewahrheit, wer hier im Lande das Zepter führt.

Optionsscheine und Zertifikate

Auszugsweise hier die beiden Kernpunkte als Zitat:

Gegenüber dem, was man bisher befürchten musste, ergeben sich deutliche Verbesserungen. 

Die großen Gewinner des kommenden BMF-Schreibens sind Optionsscheine und Zertifikate, weil sie nicht als Termingeschäfte eingestuft werden. CFDs, Futures und Optionen dagegen sind per Definition Termingeschäfte und werden für Privatanleger steuerlich deutlich benachteiligt.

https://www.godmode-trader.de/artikel/neue-steuerregeln-ab-2021-fuer-derivate-kommt-alles-ganz-anders,8478516?fbclid=IwAR1vVoZbY8d2T0uvykD8NEXpD18If80gI5QCHlA7EV9hPSNrEvhrYLmRpU8

Damit hat sich dann wohl die Bankenlobby der Emittenten sehr stark machen können und werden ihre Schäfchen weiter „fair“ bepreisen können, neben natürlich den nicht unerheblichen Transaktionskosten zugunsten der Banken und Broker.

Die sehr kreative Auslegung lernt uns jetzt also, dass Optionsscheine keine Termingeschäfte sind.

Nun ja, während man also der kreativen Preisfindung der gepamperten Banken weiter Vorschub leistet, werden Produkte am realen Markt – Eurex – weiterhin gedisst.

CFD’s und Futures

…haben die A*karte. Hier bleibt es wohl bei der bereits rechtskräftigen Regelung.

Bedauerlich, dass der CFD Verband offenbar keine ausreichend starke Lobby entwickeln konnte. Auch die EUREX hat die Zeit wohl etwas verschlafen und konnte ja bisher nicht mit einem adäquaten Angebot, ähnlich der CME mit Micros glänzen. Die Popularität der E-Micros ist inzwischen ja sehr gut an den Handelsumsätzen abzulesen und die Microkontrakte auf die beliebten Indexfutures konnten eine neue Heerschar privater Händler anziehen. Dies fehlt in Deutschland und damit fehlt auch die „Verhandlungsmasse“ – kein Handlungsbedarf also…

Bleibt als zynisches Fazit nur festzuhalten, die Pro’s bleiben an der Eurex in der Mehrzahl unter sich und die privaten Schafe werden von den Emittenten weiter ausgenommen.

Bleiben wir also gespannt, wie die Entwicklung weitergeht.

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